Eine Mischung aus Ja, alles recht ähnlich wie zu Hause und
Alter...WAS? Was machen die?
MUSS das so klischee-amerikanisch sein?
WARUM essen die nur von Papptellern und trinken aus Plastikbechern?
KANN das Kind mal jemand erziehen?
WIE OFT in einer Woche kann man denn zur Maniküre gehen?
ISST die Mutter auch mal was anderes als Joghurt und HÖRT AUF zu jammern, sie sei so fett?
KANN man hier auch mal zu Fuß irgendwo hin gehen?
GIBT es hier auch normales Essen????
SCHÖN, dass die Leute alle glauben, die USA seien das Non-plus-ultra. Nur, wenn man sie fragt, wo sie sonst denn schon waren, und sie Mexiko oder Kanada sagen, dann kann man schon beeindruckt sein von ihrer enormen internationalen Erfahrung...
Hier... tja, hier ist das irgendwie alles anders.
Hier ist es grün. Obwohl ich mitten in der Stadt wohne. Letztes Wochenende, da war ich im Zoo, der ist ebenfalls in der Stadt. Und gratis. Und dann geht man raus und dreht sich ein Mal um und steht im Grünen. Mitten zwischen Bäumen, dazwischen plätschert ein Fluss...



Die Häuser sind keine großen, grauen Türme, wie man es aus amerikanischen Großstädten gewohnt ist. Und ich kann ein Lied davon singen. Es ist wirklich nicht mehr beeindruckend, wenn man plötzlich umgeben ist von grauen Rechtecken, die einem die Sicht zum Himmel nehmen. Ich mochte New York nicht. Und LA auch nicht. Hier, hier stehen am Straßenrand die niedlichsten kleinen Town-Houses, mit so viel Charme, dass ich regelmäßig alle, die mit mir unterwegs sind, mit verzücktem Gesichtsausdruck auf die Häuser aufmerksam mache (und wären Mathe, Physik und Kunst nicht ausgerechnet meine schlechtesten Schulfächer gewesen - ich hätte Architektur studiert...).
Hier hört das Nachtleben nicht wie in Clemson in den 3 popeligen, beengten Bars auf dem Campus um 2 Uhr morgens auf und alle fangen besoffen an rumzupöbeln. Hier gibt es keine Bars auf dem Campus. Hier muss man nach Downtown fahren - und da kann man dann in den allerschönsten Rooftopbars (habe ich erwähnt, dass wir uns hier auf Rooftopbars spezialisiert haben, und alles andere verschmähen? :D) bis früh morgens tanzen, wenn man möchte.


Wie ja wohl jeder, der mich auch nur ein bisschen kennt weiß, ist Essen eine meiner Top-Prioritäten. Das war auch eines meiner größten Probleme damals als Au Pair: Es gab NUR Mist zu Essen. Aber wenn man sich ein bisschen auskennt, welcher Laden was zu welchem Preis anbietet (und nach ein wenig Trial-and-Error), kann man sich hier doch ganz lecker ernähren. Ich habe mittlerweile gutes Baguette, leckeres Pain au Chocolate, Nutella, gutes Sushi, ja sogar gute Wurst!!! ausfindig gemacht und bin relativ zufrieden. Teurer als in Deutschland, und deutlich hormon- / genverseuchter ist es leider trotzdem....

Hier sind die meisten meiner Kommilitonen schon im Ausland gewesen, haben da studiert oder Familie, oder sind einfach aus Interesse durch viele Länder gereist. Sie interessieren sich auch für Kulturen außerhalb der USA. Und sehen die USA kritisch (trotzdem kann ich mir gelegentliche Spitzen nicht verkneifen. Man nimmt es mit Humor...)
Hier drehen die Leute auch nicht am "Spirit-Friday" durch und rennen in den Schulfarben rum. Oder machen Tailgating. Oder gehen wie die Irren auf Football ab. Wir haben erst gar keine Sportmannschaften (jedenfalls keine Erfolgreichen...).
Ja - ok, ich hab ein klein bisschen School Spirit am Laufen hier :D
Ich war hier auch noch nicht auf einer einzigen Houseparty oder habe albernes Beer-Pong gespielt. Also falls jemand total auf Klischee-USA steht kann ich Washington echt NICHT empfehlen! :)
Samstag Abend waren wir auf einer Art- & Music-Soiree. Da gab es eine Area in der keine Musik lief. Alle hatten Kopfhörer auf und haben zu ihrer Musik getanzt. Es war herrlich anzusehen :D. Außerdem gab es Live-Bodypainting und Graffiti-Sprühen, Bands und andere Künstler. (Ich kann ja zugegeben mit Kunst nicht so sonderlich viel anfangen... )










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